Western Front - Die Reise geht weiter... Western Front - The journey continues...

Ich bin zurück in Belgien und in der Picardie, zurück an der Western Front.

Ich durfte im letzten Herbst schon viel Geschichte erleben, einige Museen, Monumente, viele Soldatenfriedhöfe besuchen und fotografieren und dachte, das Thema 1. Weltkrieg sei abgeschlossen...weit gefehlt...!

Es lässt mich nicht mehr los! 

Neue Bücher die ich lese, neue Dokus die ich mir anschaue, immer wieder stosse ich auf neue Soldaten-Geschichten und Schicksale, welche mich sehr bewegen und aufwühlen. Was die "verlorene Generation" durchmachen musste ist oft schwer zu ertragen und wie eine ganze Generation von Männern und Frauen von den Mächtigen verheizt wurde....schrecklich!

 

Was mir persönlich diese Reisen an die ehemaligen Schlachtfelder und den Soldatenfriedhöfen des 1. Weltkrieg gezeigt haben...

Es bringt mich zurück auf den Boden der Tatsachen und Probleme oder Sorgen sind gar nicht so gross wie gedacht.

Aber auch und ja, das finde ich auch ein wenig schizophren und hört sich ein bisschen schräg an, ...ich finde Frieden im Krieg...!

Es ist so schön und so ruhig und so friedlich hier...!

 

Ausserdem gebe ich mir mit diesen Reisen an die Western Front auch eine kleine Aufgabe und löse ein Versprechen welches ich am Menin Gate in Ypern an der "Last post" Zeremonie gegeben habe:

 

WE WILL REMEMBER THEM!

 

I'm back in Belgium and Picardy, back on the Western Front.

Last fall, I was able to experience a lot of history, visit and photograph several museums, monuments, many military cemeteries and I thought the subject of World War I came to an end for me...far from it...!

It doesn't let me go!

New books I read, new documentaries I watched, I kept coming across new soldiers' stories and their fates they deeply moved me. What the "lost generation" had to go through is often hard to bear, and how an entire generation of men and women was sacrificed by those in power...horrible!

 

What these trips to the former battlefields and the military cemeteries of World War I have also shown me personally...

It brings me back down to earth, and problems or worries aren't as big as I thought.

But also, and yes, I find this a little schizophrenic as well and sounds a bit weird, ...I find peace in war...!

It's so beautiful and so quiet and so peaceful here...!

 

Furthermore, with these trips to the Western Front, I'm also giving myself a small task and fulfilling a promise I made at the Menin Gate in Ypres during the "Last Post" ceremony:

 

WE WILL REMEMBER THEM!

 

Das für mich bis jetzt beeindruckendste Denkmal (gewidmet den 55000 an der Western Front kämpfenden portugiesischen Soldaten) steht iim französischen La Couture und ist ein Denkmal aus Steinbronze, ein Werk des Bildhauers António Teixeira Lopes und wurde von portugiesischen Handwerkern errichtet.

An einer der Wände der durch den Krieg zerstörten gotischen Kirche schwingt eine allegorische Figur, die das Vaterland darstellt, das Schwert von Nun'Alvares, dem Oberbefehlshaber, dessen Sieg über die Spanier bei Aljubarrota 1385 Portugals Unabhängigkeit markierte. Sie ist dargestellt, wie sie einem portugiesischen Fußsoldaten zu Hilfe kommt, der versucht, den Tod mit dem Gewehrkolben niederzuschlagen.

The most impressive monument to me so far (dedicated to the 55,000 Portuguese soldiers who fought on the Western Front) is located in La Couture, France. It is a stone-bronze monument, the work of the sculptor António Teixeira Lopes, and was erected by Portuguese craftsmen.

On one of the walls of the gothic church ruined by the war, an allegorical figure representing the Homeland brandishes the sword of Nun'Alvares, the supreme commander whose victory in 1385 over the Spanish at Aljubarrota marked Portugal's independence. It is shown coming to the aid of a Portuguese foot soldier trying to strike down Death with the butt of a rifle.

Write a comment

Comments: 1
  • #1

    Pa (Tuesday, 25 March 2025 12:12)

    WWW I. war für mich immer so weit weg und wurde auch in der Schule nur gestreift, der WWW II. und seine Auswirkungen waren in den 60-er Jahren ganz klar aktueller.
    Mit Deinen Recherchen an der Westernfront und diesem super geschriebenen Blog sehe ich mich mittendrin in einem weiteren sinnlosen Massaker. Schade dass immer viele Menschen einem paar machthungrigen Narzissten hinterher rennen, weil die ihnen ein besseres Leben versprechen. Die Geschichte zeigt, dass es immer schlechter wurde, ja meistens zum Tod führte.
    Herzlichen Dank für Deine journalistische Aufarbeitung, es ist sehr interessant und regt zum Nachdenken an